Was 1997 in einer Küche begann, ist heute in deutschen Parfümerien und Fachgeschäften zu finden. Mit einer neuen Generation an der Spitze und einer technologisch wegweisenden Produktserie will Beauté Pacifique auch hierzulande weiter wachsen.
Hinter dem französisch klingenden Namen verbirgt sich dänische Ingenieurskunst. Beauté Pacifique — auf Deutsch: Schönheit aus dem Meer — wurde 1997 von Mediziningenieur Flemming K. Christensen in Hadsund, Nordjütland, gegründet. Nicht in einem Labor, nicht mit Risikokapital, sondern am Küchentisch eines gelben Bauernhauses, umgeben von Bäumen und mit einem See im Garten.
Heute werden die Produkte nach Deutschland, Österreich und in über vierzig weitere Länder exportiert — und der Nachfolger steht bereits bereit.
Generationswechsel im Norden
Flemming K. Christensen übergibt das Ruder zunehmend an seine Tochter Amalie A. K. Andersen, die heute als CEO des Unternehmens fungiert. Ihr Bruder Christian leitet die Produktion bei GMPack, dem Schwesterunternehmen, in dem Beauté Pacifiques Produkte unter denselben GMP-zertifizierten Standards hergestellt werden wie Medikamente.
Die Geschichte des Unternehmens ist auch eine Familiengeschichte. Als Flemming und seine Frau Margith in den Anfangsjahren noch selbst Cremes rührten, saß die ganze Familie samstagabends zusammen, um Etiketten auf Tuben zu kleben. Dieses gemeinsame Projekt hat nun seine zweite Generation erreicht.
Wissenschaft statt Versprechen
Was Beauté Pacifique im Wettbewerb mit internationalen Kosmetikkonzernen unterscheidet, ist der Ansatz. Flemming K. Christensen arbeitete vor der Gründung an der Entwicklung von Ultraschallscannern zur Diagnose erkrankter Haut und zur Dokumentation der Wirksamkeit von Medikamenten. Diese Methode brachte er in sein eigenes Unternehmen mit.
Bis heute werden die Wirkungen der Produkte nicht nur sichtbar im Spiegel, sondern messbar per Ultraschallscanning dokumentiert — eine Praxis, die das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Dermatologen weiterentwickelt hat. In ausgewählten deutschen Fachgeschäften bieten Beauté-Pacifique-Repräsentanten kostenlose Beratungen mit dem Scanner an.
Die neue Serie – Zellbiologie als Grundlage
Im Jahr 2025 hat Beauté Pacifique die Chaperone-Serie auf den Markt gebracht — und damit einen technologischen Schritt vollzogen, der im deutschsprachigen Fachhandel Aufmerksamkeit erregt.
Kern der Serie ist ein neuartiges Fusionsprotein namens T-EGF: eine Verbindung des Wachstumsfaktors EGF mit einem patentierten Chaperone-Peptid. Das Peptid funktioniert als Transportsystem — es öffnet einen Kanal in tiefere Hautschichten und setzt dort den Wachstumsfaktor frei, der die Kollagenproduktion, die Zellerneuerung und die Reparatur von Schäden aktiviert. Laut Unternehmensangaben ist die Penetration des EGF in der Kombination mit dem Chaperone-Peptid zehnmal tiefer als ohne.
Die Tagescreme der Serie enthält zusätzlich die Aminosäure 5-ALA, die in jüngerer Haut in höheren Konzentrationen vorkommt und die Mitochondrien — die Energiekraftwerke der Zellen — aktiviert. Die Nachtcreme ist mit einem Enzym angereichert, das die Reparatur von UV-bedingten DNA-Schäden von den üblichen 24 Stunden auf etwa zwei Stunden beschleunigen soll. Alle Produkte der Serie verzichten bewusst auf synthetisches Vitamin A und setzen stattdessen auf einen natürlichen Algenextrakt aus dem Mittelmeer, der ähnliche Regenerationseffekte ohne die bekannten Hautirritationen erzielen soll.
Fachhandel als Strategie
Beauté Pacifique hat in Deutschland von Beginn an auf den privat geführten Fachhandel gesetzt — auf Parfümerien, Kosmetikstudios und Dermatologen-Praxen — statt auf große Drogeriemarkt-Ketten. Die Produkte sind unter anderem über Parfumdreams und ausgewählte Fachhändler erhältlich.
Diese Entscheidung spiegelt die Unternehmensphilosophie wider: Wachstum durch Empfehlung, nicht durch Werbedruck. Über vierzig Jahre hat es das Unternehmen gebraucht, um in mehr als vierzig Länder zu expandieren. Keine Investoren, kein Börsengang — ein Familienbetrieb aus Nordjütland, der auf Wirksamkeit setzt, wo andere auf Image setzen.
Mit Amalie A. K. Andersen an der Spitze und der Chaperone-Serie im Gepäck startet das Unternehmen in sein nächstes Kapitel. Die Küche in Hadsund ist längst Geschichte. Der Anspruch ist geblieben.


