Béla Réthy gehört zu den bekanntesten Sportjournalisten Deutschlands. Über Jahrzehnte hinweg begleitete er mit seiner markanten Stimme die größten Fußballmomente und wurde für Millionen Zuschauer zu einem vertrauten Gesicht des ZDF-Sports. Ob Weltmeisterschaften, Europameisterschaften oder dramatische Endspiele – seine Kommentare prägten die Erinnerungen vieler Fußballfans. Doch hinter dem bekannten Fernsehkommentator steckt eine bewegte Lebensgeschichte, die von ungarischen Wurzeln, einer Kindheit in Brasilien und einer außergewöhnlichen Karriere in Deutschland geprägt ist. Wer ist Béla Réthy, wie verlief sein beruflicher Weg und was ist über sein Privatleben bekannt?
Quick Bio: Béla Réthy im Überblick
| Information | Details |
|---|---|
| Vollständiger Name | Béla Andreas Réthy |
| Geburtsdatum | 14. Dezember 1956 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Alter | 69 Jahre (Stand November 2026) |
| Nationalität | Deutsch |
| Herkunft | Ungarische Familienwurzeln |
| Beruf | Sportjournalist und Fußballkommentator |
| Bekannt durch | Fußballübertragungen beim ZDF |
| Ausbildung | Studium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz |
| Arbeitgeber | ZDF |
| Kinder | Zwei Kinder, laut veröffentlichten Biografieangaben |
| Ruhestand | Dezember 2022 |
Wer ist Béla Réthy?
Béla Andreas Réthy ist ein deutscher Sportjournalist, der vor allem durch seine langjährige Tätigkeit als Fußballkommentator beim ZDF bekannt wurde. Seine Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte, in denen er zahlreiche internationale Sportereignisse journalistisch begleitete.
Seine besondere Bekanntheit verdankt er den Übertragungen großer Fußballturniere. Bei Welt- und Europameisterschaften gehörte er regelmäßig zu den Stimmen, die deutsche Zuschauer durch entscheidende Spiele führten. Dabei zeichnete er sich durch eine Mischung aus Fachwissen, präziser Spielbeschreibung und gelegentlichem Humor aus.
Réthy war nicht nur ein Kommentator, der Spielsituationen beschrieb. Er verstand es, die Atmosphäre eines Stadions einzufangen und wichtige Momente mit seiner eigenen Art zu begleiten. Für viele Fußballfans wurde seine Stimme deshalb zu einem festen Bestandteil großer Sportereignisse.
Im Dezember 2022 beendete er seine regelmäßige Tätigkeit als Live-Kommentator. Damit ging eine lange Ära im deutschen Sportfernsehen zu Ende.
Herkunft und frühe Kindheit
Béla Réthy wurde am 14. Dezember 1956 in Wien geboren. Seine Eltern stammten aus Ungarn und verließen ihre Heimat nach den politischen Ereignissen rund um den Ungarischen Volksaufstand von 1956.
Die Familie lebte zunächst in Österreich und zog später nach Brasilien. Réthy verbrachte einen großen Teil seiner Kindheit in São Paulo. Dort lernte er eine Gesellschaft kennen, in der Fußball einen besonders hohen Stellenwert besitzt.
Als er ungefähr elf oder zwölf Jahre alt war, zog die Familie nach Deutschland. Seine weitere Kindheit und Jugend verbrachte er in Wiesbaden. Dort besuchte er unter anderem die Gutenbergschule.
Diese ungewöhnliche Lebensgeschichte prägte seine Persönlichkeit. Er wuchs mit verschiedenen Sprachen, kulturellen Einflüssen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Erfahrungen auf. Seine ungarischen Wurzeln, die brasilianische Kindheit und das spätere Leben in Deutschland bildeten eine besondere Grundlage für seine journalistische Laufbahn.
Ausbildung und erste Schritte im Journalismus
Nach seiner Schulzeit entschied sich Réthy für ein Studium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dort beschäftigte er sich unter anderem mit Publizistik, Soziologie und Ethnologie.
Schon während des Studiums sammelte er praktische Erfahrungen im Sportjournalismus. Er arbeitete zunächst im Sportarchiv des ZDF und lernte dadurch die Abläufe einer großen Fernsehanstalt kennen.
Aus ersten Tätigkeiten entwickelte sich nach und nach eine feste berufliche Perspektive. 1987 wurde er festes Mitglied der ZDF-Sportredaktion.
Seine ersten Erfahrungen als Live-Kommentator sammelte er 1991 bei einem Fußballspiel zwischen den U16-Nationalmannschaften Deutschlands und Irlands. Diese Begegnung war der Beginn einer langen Karriere, die ihn zu den bedeutendsten internationalen Sportveranstaltungen führte.
Die Karriere beim ZDF
Beim ZDF entwickelte sich Béla Réthy zu einem der bekanntesten Kommentatoren des deutschen Fernsehens. Er berichtete über Fußball, aber auch über andere Sportarten und internationale Wettbewerbe.
Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehörten die Übertragungen von Fußball-Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Dabei kommentierte er zahlreiche Begegnungen, die in die Sportgeschichte eingingen.
Besonders bekannt wurde er durch seine Berichterstattung über große Endspiele. Dazu gehörten unter anderem das EM-Finale 1996 zwischen Deutschland und Tschechien sowie das WM-Finale 2002 zwischen Deutschland und Brasilien.
Auch das Finale der Europameisterschaft 2004 und das WM-Finale 2010 gehörten zu den wichtigen Stationen seiner Karriere.
Ein weiterer Höhepunkt war die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Réthy kommentierte unter anderem das Halbfinale zwischen Deutschland und Brasilien, das mit einem historischen 7:1-Sieg der deutschen Mannschaft endete.
Für ihn hatte diese Begegnung eine besondere Bedeutung: Brasilien war das Land, in dem er einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hatte. Deutschland war dagegen das Land, in dem er seine journalistische Karriere aufgebaut hatte.
Béla Réthy und seine markante Stimme
Die Stimme von Béla Réthy war für viele Zuschauer unverwechselbar. Sie wurde häufig als markant, ruhig und zugleich emotional beschrieben.
Sein Kommentierungsstil war geprägt von einer genauen Beobachtung des Spiels. Er konzentrierte sich auf das Geschehen auf dem Platz und ergänzte seine Beschreibungen mit Hintergrundinformationen.
Dabei verzichtete er häufig auf übertriebene Dramatisierung. Gerade diese Mischung aus Sachlichkeit und persönlicher Note machte ihn für viele Zuschauer sympathisch.
Allerdings war sein Stil nicht unumstritten. Einige Fußballfans schätzten seine humorvollen Bemerkungen und seine lockere Art, während andere gelegentlich eine stärkere emotionale Beteiligung erwarteten.
Ein bekanntes Beispiel für seine Fähigkeit, mit unerwarteten Situationen umzugehen, war das EM-Halbfinale 2008 zwischen Deutschland und der Türkei. Während der Übertragung kam es zu einer technischen Störung, durch die das Fernsehbild zeitweise ausfiel. Réthy kommentierte die Situation weiter und bewies damit seine Erfahrung im Live-Fernsehen.
Béla Réthy Ehefrau und Kinder: Was ist bekannt?
Obwohl Béla Réthy über viele Jahre in der Öffentlichkeit stand, hielt er sein Privatleben weitgehend aus den Medien heraus. Besonders über seine Ehefrau und seine Familie sind nur wenige gesicherte Informationen bekannt.
Die Frage nach der Béla Réthy Ehefrau lässt sich deshalb nicht eindeutig beantworten. In verschiedenen Internetartikeln finden sich Angaben zu seinem Familienstand, doch eine verlässlich bestätigte Identität seiner Ehefrau ist in öffentlich zugänglichen Quellen nicht durchgehend dokumentiert.
Auch über seine Kinder gibt es nur begrenzte Informationen. Veröffentlichte Biografieangaben berichten, dass Réthy zwei Kinder hat. Während seiner letzten beruflichen Jahre äußerte er außerdem den Wunsch, nach dem Ende seiner Kommentatorenkarriere mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen.
Seine Zurückhaltung ist verständlich. Als Sportjournalist stand er beruflich im Mittelpunkt, wollte jedoch offenbar vermeiden, dass seine Angehörigen ebenfalls dauerhaft öffentliche Aufmerksamkeit erhalten.
Béla Réthy Krankheit: Gibt es bestätigte Informationen?
Im Zusammenhang mit Béla Réthy wird gelegentlich nach seinem Gesundheitszustand gefragt. Allerdings gibt es keine verlässlich bestätigten öffentlichen Informationen, die eine konkrete schwere Krankheit belegen.
Sein Abschied vom regelmäßigen Live-Kommentar im Dezember 2022 wurde vor allem als Ende einer langen beruflichen Laufbahn beschrieben. Er wollte nach vielen Jahren im Sportfernsehen einen neuen Lebensabschnitt beginnen und mehr Zeit für persönliche Interessen und seine Familie haben.
Es wäre daher nicht korrekt, seinen Ruhestand ohne entsprechende Belege mit einer bestimmten Erkrankung in Verbindung zu bringen.
Auch über seine persönlichen Lebensgewohnheiten, etwa ob Béla Réthy Raucher ist, liegen keine ausreichend gesicherten Informationen vor, die eine eindeutige Aussage erlauben.
Der Abschied vom Live-Kommentar im Jahr 2022
Im Dezember 2022 beendete Réthy seine regelmäßige Tätigkeit als Live-Kommentator beim ZDF. Sein letzter großer Einsatz war das Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Marokko am 14. Dezember 2022.
Das Datum war besonders symbolisch, denn an diesem Tag feierte er zugleich seinen 66. Geburtstag.
Nach mehr als drei Jahrzehnten im Sportjournalismus entschied er sich, den intensiven Arbeitsrhythmus internationaler Fußballübertragungen hinter sich zu lassen.
Sein Abschied wurde von vielen Kollegen und Zuschauern mit Anerkennung aufgenommen. Réthy hatte über Jahrzehnte hinweg zahlreiche große Sportmomente begleitet und war zu einer festen Größe im deutschen Fernsehen geworden.
Der Ruhestand bedeutete jedoch nicht, dass er sich vollständig aus der Medienwelt zurückzog. In den folgenden Jahren beteiligte er sich weiterhin an ausgewählten Projekten und Dokumentationen.
Béla Réthy heute: Leben nach der Kommentatorenkarriere
Auch nach seinem Abschied vom regelmäßigen Live-Kommentar blieb Béla Réthy dem Sportjournalismus verbunden.
Er beteiligte sich an Projekten, bei denen historische Fußballmomente erneut betrachtet und eingeordnet wurden. Dabei konnte er seine langjährige Erfahrung und sein umfangreiches Wissen über internationale Fußballgeschichte einbringen.
Seine Arbeit nach der aktiven Kommentatorenkarriere zeigt, dass er weiterhin Interesse an der Entwicklung des Sports und seiner medialen Darstellung besitzt.
Gleichzeitig bietet ihm der Ruhestand die Möglichkeit, den Alltag entspannter zu gestalten und mehr Zeit mit seiner Familie zu verbringen.
Vermögen und beruflicher Erfolg
Das genaue Vermögen von Béla Réthy ist öffentlich nicht bekannt. Es gibt keine verlässlichen Angaben über sein gesamtes Einkommen, seine Immobilien oder private Investitionen.
Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit beim ZDF und seiner Einsätze bei internationalen Großveranstaltungen lässt sich jedoch sagen, dass er eine erfolgreiche journalistische Karriere aufgebaut hat.
Sein beruflicher Erfolg sollte dabei nicht ausschließlich an finanziellen Schätzungen gemessen werden. Vielmehr ist seine Bedeutung für den deutschen Sportjournalismus durch seine langjährige Präsenz, seine Erfahrung und die vielen von ihm begleiteten Fußballmomente geprägt.
Fazit: Béla Réthy und sein Vermächtnis im deutschen Sportfernsehen
Béla Réthy hat den deutschen Fußballjournalismus über Jahrzehnte hinweg geprägt. Seine markante Stimme, seine internationale Erfahrung und seine besondere Lebensgeschichte machten ihn zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten des deutschen Sportfernsehens. Von seiner Kindheit in Brasilien bis zu den großen Fußballturnieren mit dem ZDF führte ihn ein außergewöhnlicher beruflicher Weg. Auch nach seinem Abschied vom Live-Kommentar bleibt sein Name eng mit den Erinnerungen vieler Fußballfans verbunden. Bei Tages Zeitschriften betrachten wir solche Lebensgeschichten als Beispiele dafür, wie Leidenschaft, Erfahrung und journalistische Arbeit eine bleibende Wirkung auf die Öffentlichkeit entfalten können.



